Eingewöhnung

Der Übergang (Transition) von Zuhause in die Krippe, bedeutet für das Kind eine große Veränderung in seinem Leben. Es lernt neue Kinder als Spielpartner, Erwachsene als Bezugspersonen und eine neue räumliche Umgebung kennen. Dies ist ein Prozess, bei dem mehrere Personen aktiv beteiligt sind, ihn beeinflussen und somit zum Gelingen beitragen.

 

Die Kinder sollen in der Phase der Eingewöhnung:

 

  • Sicherheit darüber gewinnen, dass sich die Bindung zu den Eltern nicht verändert.
  • neue Beziehungen zu den Fachkräften als Bezugspersonen aufbauen.
  • neue Beziehungen zu den Kindern aufbauen.
  • Trennungsschmerz bewältigen.
  • sich auf eine neue Umgebung und einen neuen Tagesablauf einstellen.

 

 

Wir gestalten die Eingewöhnung auf der Grundlage entwicklungspsychologischer Erkenntnisse. Diese wurden aus jahrelanger Forschung und aus der Erfahrung im Praxisalltag gewonnen und wissenschaftlich belegt. Mit der Überarbeitung unserer Pädagogik im Jahr 2010 durch die Qualifizierungskampagne wurde das Modell der Eingewöhnung in unserem Alltag fest verankert.

 

Vorab laden wir Sie ca. vier Wochen vor Beginn der Eingewöhnung zu einem persönlichen Erstgespräch mit der Bezugsbetreuerin ein. Sie wird sich Zeit nehmen, alle wichtigen Informationen zu besprechen und für Fragen zur Verfügung stehen. Gerne dürfen Sie Ihr Kind zu diesem Termin mitbringen.

Die Eingewöhnung richtet sich individuell nach Ihrem Kind und dauert erfahrungsgemäß 2 bis 4 Wochen. In dieser Zeit kommt Ihr Kind jeden Tag (abweichend von den gebuchten Tagen) zu uns in die Einrichtung. Diese Regelmäßigkeit hilft dem Kind, sich in die neue Situation einzufinden.

Die ersten drei Tage besucht uns das Kind, dauerhaft begleitet von einer Bezugsperson, für ca. eine Stunde. Diese Zeit ist wichtig, um sich gegenseitig kennenzulernen, sich auszutauschen, Vertrauen zu fassen und weitere Abläufe gemeinsam abzustimmen. Wir erfahren vieles über das Kind, sein Lebensumfeld, seine Gewohnheiten und sein Temperament, das uns hilft dem Kind gerecht zu werden und die Unterstützung zu geben die es benötigt.

 

Alle an diesem Prozess beteiligten Personen tragen zu einem guten Start für das Kind in der Krippe bei! 

Der Zeitpunkt und die Dauer der Trennung werden individuell vereinbart und richten sich in erster Linie nach dem Kind. Dabei wägen die Betreuer mit den Eltern ab, wie es für das Kind am besten ist. Tag für Tag verabschieden sich die Eltern schneller von Ihrem Kind und das Kind bleibt für längere Zeit in der Einrichtung, bis es die volle Buchungszeit erreicht ist (erfahrungsgemäß nach ca. 2 bis 4 Wochen). Für diese Phase der Eingewöhnung ist es wichtig, dass Sie genügend Zeit einplanen um Ihr Kind zu begleiten!

Danach folgt eine Phase der sogenannten „Stabilisierung“ in der das Kind zwar zeitlich eingewöhnt ist, jedoch emotional noch nicht ganz angekommen. Dabei ist es uns wichtig, dass der/die Bezugserzieher/in Ihrem Kind die Zeit, Aufmerksamkeit und Hilfe gibt die es braucht.

Die Zeit des Übergangs (Eingewöhnung) eines Kindes in die Krippe bietet ideale Bedingungen, eine gute von gegenseitiger Akzeptanz und Wertschätzung getragene Beziehung zwischen Eltern, Betreuer und dem Kind aufzubauen!

Zum Abschluss der Eingewöhnung bieten wir Ihnen ein Gespräch an. Für uns ist es wichtig, die Eingewöhnungszeit zu reflektieren. Einerseits wollen wir von Ihnen erfahren, wie Sie die Eingewöhnung erlebt haben. Andererseits wollen wir mit Ihnen noch einmal besprechen, wie es dem Kind in der Gruppe geht. In welchen Bereichen wir es noch mehr unterstützen können und in welchen Bereichen das Kind bereits sicher ist.

Mit Hilfe unserer Eingewöhnungszeit fühlen sich die „neuen“ Zwergenburgkinder sehr schnell wohl und geborgen. Nur mit dieser Sicherheit und dem nötigen Vertrauen, sind die Kinder offen für die vielen Möglichkeiten, die unsere Krippe bietet.